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Jugend des HSVM „meisterlich“

Südwestdeutsche Meisterschaften in Berg:

(nl) Gespannte Atmosphäre, straffe Zeitpläne, überraschende Erfolge und unerwartete Fehler - all das zeichnete die diesjährigen Südwestdeutschen Meisterschaften im Turnierhundesport aus. Für den Hundesportverein Mühlacker kam es bei dieser zweitägigen Veranstaltung in Berg (Pfalz) zwar Vieles anders als erwartet, dennoch kehrten die Senderstädter Teams mit zwei Gold- und vier Bronzemedaillen, sowie vier undankbaren vierten Plätzen im Gepäck zurück. Herausragend war wieder einmal die Jugend mit ihren Siegen im Geländelauf und im Mannschaftwettkampf „CSC“.

Wenn es um Podestplätze und Meistertitel geht, kann man bei HSVM besonders eine als „alten Hasen“ bezeichnen: Lene Herrigel. Mit ihrem Balou siegte die 15- jährige im Geländelauf über 2000 Meter bereits zum vierten Mal in Folge auf der Südwestdeutschen Meisterschaft. Trotz einer Erkältung wurde die Lohmersheimerin ihrer Favoritenrolle gerecht und lies in der Juniorenklasse ihre Mitstreiterinnen mit 7:37 Minuten weit hinter sich. Auch die beiden weiteren Geländeläufer des Senderstädter-Aufgebotes konnten sich auf den vorderen Plätzen einreihen. In der Altersklasse (AK) 51 schafften es Hartmut Herrigel mit Baily in 7:07 Minuten und Thomas Fais mit Bentley in 7:55 Minuten auf die Plätze drei und vier. Für sie alle bestehen berechtigte Hoffnungen auf einen Startplatz bei den Deutschen Meisterschaften.

Im Vierkampf, der Königsdisziplin des Turnierhundesport, fehlte den Hoffnungsträgern des HSVM das kleine Quäntchen Glück für den Sprung auf das Podest. Nur knapp am Treppchen vorbei schrammte Lea Rittinger mit ihrem Timber (AK 19). Mit einer verpatzten Sitzübung im Gehorsamsteil und einem weniger guten Durchgang im Slalomlauf landete die Illingerin in der Endabrechnung mit 272 Punkten punktgleich mit der Drittplatzierten auf dem undankbaren vierten Platz.

Für Julia Zimmermann hatte der Vierkampf mit Gehorsamsübung am Samstag vielversprechend begonnen. Mit 60 von 60 möglichen Punkten und einem „Dank, eine so vorzügliche Fußarbeit ansehen zu dürfen“ aus dem Munde des Leistungsrichters schaffte die Dürrmenzerin mit ihrem Ares eine optimale Grundlage. Jedoch konnte sie nach einem Kreuzbandriss im Winter noch nicht wieder in Topform antreten und musste starke Abstriche in den Laufdisziplinen am Sonntag machen. So reichte es mit 270 Punkten im größten Starterfeld des Wettkampfes mit 31 Teilnehmerinnen für Platz zehn.

Unglücklich auch der Verlauf des Vierkampfes bei Lene Herrigel und Regina Köberle. Eben noch erfolgreich im Geländelauf, patzte das Erfolgsgespann Lene mit Balou (AK 15) im Gehorsam, konnte sich aber dennoch von einem 19. Platz nach der Gehorsamsübung auf den achten Platz (261 Punkte) in der Endauswertung vorkämpfen. Regina Köberle mit Jari wurden acht Fehler im Slalomlauf zum Verhängnis und verfrachteten das Senderstädter Team mit 265 Punkten auf den undankbaren vierten Platz (AK 51).

Vollkommen überraschend hingegen das Ergebniss von Manuela Fais und ihren Bentley: Mit fehlerfreien Durchgängen überzeugte das Senderstädter Gespann in ihrer ersten Wettkampfsaison und der ersten Teilnahme an einer Meisterschaft. Mit 265 Punkten ergatterte die Vahingerin mit ihrem zweieinhalb Jahre alten Rüden die Bronzemedaille in der Altersklasse 41 und zudem noch ihren ersten Aufstiegspunkt. Ebenfalls Platz drei hieß es für Uwe Gampp mit Nora mit 237 Punkten (AK 51). Den dritten von drei notwendigen Aufstiegspunkten für die Stufe II ergatterte Kathrin Heintel mit Itchy mit 266 Punkten (Platz 13/ Ak19).

Emotionale Höhepunkte: der „CSC“

Der CSC („Combinations-Speed-Cup”) stellte auch in diesem Jahr wieder den emotionalen Höhepunkt der Meisterschaft dar. Rasant geht es auf dem Platz her, wenn pro Mannschaft drei Mensch/Hund- Teams die unterschiedlichen Geräte auf ihren Bahnen überwinden. Gestartet wird auf Pfiff, sobald der vorherige Läufer sein Zieltor durchgequert hat. Wahrliche „Meister“ in dieser Disziplin ist die Jugendmannschaft des HSVM: Lene Herrigel mit Balou, Maximilian Jung mit Joya und Sascha Mahler mit Ayla waren nicht zu schlagen und liefen gleich zweimal die Tagesbestzeit der Jugendlichen. Mit 60,96 Sekunden waren sie nicht nur fast so schnell wie die Top Drei der Erwachsenen, sondern auch vier Sekunden schneller als die Zweitplatzierten und holten damit den Pokal sicher nach Mühlacker.

Bei den Erwachsenen überraschte die Mannschaft Mühlacker I mit Julia Zimmermann mit Ares, Albrecht Heidinger mit Juri und Sebastian Schweigert mit Aika mit dem dritten Platz in 60,50 Sekunden. Bedingt durch die Nachwirkungen der Verletzung von Julia Zimmermann hatte die Mannschaft nach einem sechsten Platz in der Vorrunde durchaus nicht mit einem Podestplatz im Finale gerechnet. Direkt dahinter landete Mühlacker II in der Formation Desiree Unser mit Sammy, Rainer Häcker mit Lennox und Daniel Feeser mit Barny in 61,35 Sekunden auf dem „Blechrang“. Alle drei CSC-Mannschaften haben somit die Fahrkarte zur Deutschen Meisterschaft sicher in der Tasche.

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